Pablo vom mexikanischen Puebla-Volk steckte am Morgen beim Anziehen zehn Bohnen in die rechte Tasche. Am Abend nahm er die Bohnen wieder aus der linken Tasche heraus. Einmal beobachtete ein anderes Kind, was Pablo am Morgen und am Abend mit den Bohnen tat und wurde neugierig: «Was machst du mit den Bohnen?»

Pablo antwortete: «Jedes Mal wenn mir etwas gelingt oder wenn ich etwas Gutes mache, nehme ich aus der rechten Tasche eine Bohne und lege sie in die linke. Am Abend nehme ich sie beim Zubettgehen wieder heraus und erinnere mich an all das Gelungene, an all die guten Worte und Taten des vergangenen Tages. Und am nächsten Morgen fange ich von vorne an und hoffe, dass jeder Tag so viel Gutes bringt, dass alle meine Bohnen bis am Abend von rechts nach links gewandert sind»

Lehrplanangaben zum Buch erzähl nochmal

Lehrplan

Zyklus 1

Kompetenzen im engeren Sinn:
NMG 11.1a / NMG 11.3a

Kompetenzen im weiteren Sinn:
NMG 11.2a

Zyklus 2

Kompetenzen im engeren Sinn:
NMG 11.1d / NMG 11.3d

Kompetenzen im weiteren Sinn:
NMG 11.2c

Fragen zum Lehr- und Lernmittel Erzähl nochmal

Fragen zum Nachdenken

Warum bleibt einem kurzfristig nur das Negative im Gedächtnis?
Warum kann man das Negative oft auch besser erzählen?
Wenn man Pablo und einen anderen Knaben am Ende eines Tages, an dem sie beide dasselbe erlebt hatten, fragen würde, was sie Gutes erlebt haben, warum würde dann Pablo mehr zu erzählen wissen?
Wie kann man das Gute festhalten? Gibt es andere Tricks als die Bohnen?
Warum bleibt den alten Leuten schliesslich oft nur das Gute in Erinnerung?

Material

Unterrichtseinheit «Bohnen in der Tasche – Gute Tagen» (3. Klasse) auf weltethos.ch